Im Falle eines Brandes ist die häufigste Todesursache der Rauch! Dies betrifft ca. 90% aller Brandopfer! Baulicher Schutz ist nicht ausreichend.
Ein Feuer kann eingedämmt werden, jedoch nicht der Rauch. Hierfür werden entsprechende Zu- und Abluftöffnungen benötigt, die über elektromotorische Antriebe geöffnet werden. Die Steuerung übernehmen die entsprechenden RWA-Zentralen, die Auslösungen erfolgen z.B. durch automatische Melder (Rauch, Wärme), Taster und/oder Brandmeldeanlagen (BMA/BMZ).

Aufgaben

  • schützt Menschenleben
  • erleichtert Löscharbeiten
  • verhindert Folgebrände
  • verringert Brandfolgeschäden

Zusatzfunktionen

  • Anbindungen an andere Gewerke (GLT, BMA)
  • Manuelle Lüftung
  • Automatische Lüftung

Anwendungen

  • Treppenräume (Fluchtwege)
  • Sanierung (Bestandsschutz)
  • Büro- und Industriebauten
  • Einkaufszentren

Schutzmaßnahmen

Schutzmaßnahmen setzen zunächst auf Verhinderung der Entstehung, danach auf frühe Erkennung, schnelle Rettung von Menschen und schließlich auf Bekämpfung des Feuers und des Rauchs.
Frühe Erkennung eines Brandherds erhöht die Chance des Schutzes und der Rettung. Rauchdetektoren zur Alarmmeldung müssen an allen wichtigen Punkten installiert sein. Selektiv arbeitende Sprinkleranlagen bekämpfen bereits den Brand nur dort, wo es wirklich brennt. Durch bereits in der Planung definierte Brandabschnitte kann ein Brand begrenzt werden. Die schnelle und direkte Rauchableitung entgegen der Fluchtrichtung erzeugt eine rauchfreie Sicht, eine Verdünnung der Rauchgase und ist eine wirksame Maßnahme, um Fluchtwege freizuhalten, den betroffenen Menschen und Rettungsmannschaften die Orientierung zu ermöglichen sowie die notwendige Atemluft zu liefern.

Allgemeine Schutzziele sind

Abwehrender Brandschutz

Abwehrender Brandschutz ist Personenschutz und soll bewirken, dass ein Brand schnell entdeckt und effektiv bekämpft wird.

Vorbeugender Brandschutz

Vorbeugender Brandschutz ist baulicher Brandschutz und damit Sachschutz und soll die Entstehung eines Brandes verhindern.